UNI-ARBEIT | JOURNALISTISCHE DARSTELLUNGSFORMEN

De facto jeder Mensch hat schon einmal eine Zeitschrift konsumiert. Sie gehören, gemeinsam mit den Zeitungen, zu den ältesten periodischen Medien. Schon vor vier Jahrhunderten waren die Leute von Zeitschriften fasziniert und verschlangen regelrecht die darin enthaltenen Beiträge. Doch seit dem 17. Jahrhundert ist viel Zeit vergangen. Die rasante Entwicklung, der sich die Gesellschaft ausgesetzt sieht, machte auch vor den Medien nicht halt. Medien kamen, Medien gingen, Medien veränderten sich.

Auch die Magazine passten sich dem Trend der Zeit stets an. Deshalb mussten auch die Journalisten flexibel sein. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts definierte sich die deutsche Zeitungswissenschaft beispielsweise über die Wirklichkeitsauffassung der Journalisten, die Arbeitsweise der Redakteure und die Politik der Verleger. In der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts erfolgte jedoch ein Umdenken. Man begriff, dass der Journalismus auch eine gesellschaftliche Funktion ausübt. Vor allem Luhmanns Systemtheorie steht sinnbildlich für diese Adaptierung der Berufsauffassung. Dieses veränderte Bewusstsein führte unter anderem auch zu anderen und neuen Darstellungsformen. Die sachlichen (Kurz-)Meldungen, die man bis dahin gewohnt war, wurden immer mehr durch Reportagen und meinungsbetonte Beiträge ersetzt oder durch diese unterstützt. Ein gutes Beispiel ist das in dieser Forschung untersuchte Magazin „Profil“, das aufgrund diverser Umstände (Marktsituation, finanzielle Engpässe, neue Blattlinien, etc.) mehrere Kursänderungen vollzog. Erzählend, meinungsbetont, dann wieder erzählend und schlussendlich wieder meinungsbetont.

Die Bandbreite an Darstellungsformen nahm ebenfalls massiv zu. In Zeiten des Internets kommen hier laufend noch einige weitere hinzu. Diese Arbeit bleibt jedoch den klassischen Formen des Zeitschriftenjournalismus treu, weshalb auf die Analyse von Online-Portalen verzichtet wird.


  • Auftraggeber - Universität Wien
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